Energiebewusstsein

Wo können wir Energie sparen?

Der sparsame Umgang mit der vorhandenen Energie ist eine der Möglichkeiten, jedoch reicht dies in Anbetracht der energieverbrauchenden Fahrzeuge, Objekte und Einrichtungen in unserem Land nicht aus. Solche Einrichtungen mit einem hohen Einsparpotenzial
sind unsere Gebäude. Alle anderen Objekte wie Fahrzeuge, elektrische Haushaltsgeräte, elektrische Verbraucher hausintern und -extern und auch Haustechnikanlagen werden bereits heute am Markt durch die Deklaration der Energieeffizienz einerseits und dem energiebewussten Einkauf der Kundschaft anderseits differenziert und selektioniert. Energiefressende Objekte verschwinden dadurch mehr und mehr vom Markt.

Wenden wir uns also dem Gebäudepark in unserem Land zu, denn dort besteht nach wie vor das grösste Einsparpotenzial. Grundsätzlich rechnet man heute mit einem Erneuerungs- Zyklus bei einem Wohnhaus von rund 35 Jahren für die Gebäudehülle von rund 15 - 20 Jahren für Innenausstattungen wie Decken, Wände Küchen. Wenn wir unseren Gebäudepark in Bezug auf dessen Energiebezugsfläche betrachten (alle beheizten Räume eines Gebäudes im Grundriss gemessen inkl. Mauern), so stellen wir fest, dass diese unsaniert im Durchschnitt ca. 15.00lt/m2 verbrauchen. Fahren Sie ein Auto, das 15lt/100km verbrennt? Doch nicht bei diesen Treibstoffkosten, oder! Bei einem Wohnhaus sieht dies nicht anders aus. Auch dort haben wir die Möglichkeit, diesen Energieverbrauch zu reduzieren, ja gar so weit zu gehen, dass wir mit dem Einsatz der heute technischen Möglichkeiten ein eigenes Kraftwerk betreiben können und somit mehr Energie produzieren als verbrauchen.

Wie können wir Energie sparen?

Die Lösung heisst also: energiebewusst sanieren. Der Energieberater und die Spezialisten der Gebäudehülle empfehlen aus diesen Gründen den Königsweg der Gebäudesanierung. Dieser Weg sieht vor, dass zuerst die Gebäudehülle und anschliessend die Haustechnik saniert werden sollen. Denn ein besser gedämmtes Haus braucht eine weniger leistungsfähige Haustechnik und dementsprechend auch weniger Energie (Öl, Gas, Strom,
Pellets etc.).

Vergleichen wir dies mit einem Fahrzeug, so ist es nachvollziehbar, dass ein mit Hybridantrieb unterstütztes Fahrzeug weniger Treibstoff verbrennt als ein normales Fahrzeug und dies ohne Komforteinbusse. Beim Wohnhaus hingegen erhöhen wir durch gezielte Massnahmen den Wohnkomfort und senken gleichzeitig den Energieverbrauch -
bis hin zur Produktion eigener Energie in Form von Wärme und Strom.