Biomasse bezeichnet sämtliches durch Fotosynthese direkt oder indirekt erzeugtes organisches Material, das nicht über geologische Prozesse verändert wurde (im Gegensatz zur fossilen Biomasse – Erdöl, Kohle, Erdgas). Bei der energetischen Nutzung von Biomasse kann nur so viel CO2 freigesetzt werden, wie zuvor mit Hilfe von Sonnenenergie mittels Fotosynthese in der Biomasse gebunden war.
Stückholz ist nach wie vor der gebräuchlichste Holzbrennstoff. Wer sich für Stückholz entscheidet, verfügt über genügend Platz zur Lagerung des Brennstoffes und hat meistens eine enge Beziehung zu Wald und Holz. Wer sich für Stückholz entscheidet, entscheidet sich für bewusstes Heizen und ist bereit, einen gewissen Aufwand in Kauf zu nehmen.
Holzschnitzelfeuerungen werden für die Beheizung von großen Gebäuden, Industriebetrieben und den Betrieb von Nahwärmeverbünden seit Jahren mit Erfolg eingesetzt. Dank enormer technischer Entwicklungen stehen Schnitzelheizungen seit neuem aber auch für Objekte mit kleinem Wärmebedarf zur Verfügung. Die kleinsten Kesseltypen verfügen über eine regelbare Wärmeleistung ab 5 Kw. Damit eignen sie sich für größere Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und kleinere Gewerbebetriebe. Häufig werden auch benachbarte Gebäude an eine zentrale Holzschnitzelfeuerung angeschlossen. In modernen Feuerungen lassen sich sowohl waldfrische als auch trocke Schnitzel problemlos verbrennen. Schnelle Installation, kaum Wartungsbedarf.
Der Hausbesitzer von heute denkt umweltbewusst und ist seiner Zeit gerne einen kleinen Schritt voraus. Er stellt höchste technische Ansprüche und will beim Platz statt beim Komfort sparen. Und vor allem hat er keine Zeit. Dass ihm nun geholfen werden kann, ist einem neuartigen Holzbrennstoff zu verdanken: den Pellets! Zur Herstellung der kleinen, 8 bis 35 Millimeter langen und zylinderförmigen Pellets werden Sägemehl und Hobelspäne aus der holzverarbeitenden Industrie getrocknet, unter hohem Druck durch ein Sieb gepresst und anschließend auf die gewünschte Länge geschnitten. Die Dichte von Pellets ist je nach Holzart 1,5- bis 2-mal höher als diejenige von Stückholz. 2 Kilogramm Pellets ersetzen 1 Liter Heizöl; ein Kubikmeter geschütteter Pellets weist also etwa den gleichen Heizwert auf wie 320 Liter Heizöl und benötigt für die Lagerung nur etwa doppelt soviel Platz.
Nachdem gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Ausbau der Wasserkraft-nutzung begonnen hatte, setzte zwischen 1945 und 1970 eine eigentliche Blütezeit ein, während der im Unterland zahlreiche neue Laufkraftwerke und auch die grössten Speicheranlagen erstellt wurden. Noch zu Beginn der 1970-er Jahre stammten auf der Basis der mittleren Produktionserwartung fast 90% der inländischen Stromproduktion aus Wasserkraft. Dieser Anteil nahm durch die Inbetriebnahme der schweizerischen Kernkraftwerke bis 1985 auf rund 60% ab und liegt heute bei rund 57%. Nach wie vor ist die Wasserkraft damit unsere wichtigste einheimische Quelle erneuerbarer Energie.
Windenergieanlagen nutzen die kinetische Energie der anströmenden Luft zur Rotation der Flügel. Die auf diese Weise erzeugte mechanische Energie wird von einem Generator in elektrische Energie umgewandelt. Die erste Wind-energieanlage der Schweiz wurde 1986 beim Soolhof (Langenbruck) mit einer Leistung von 28 kW in Betrieb genommen. 2007 gibt es in unserem Land über 30 Anlagen, die insgesamt rund 14 Gigawattstunden (GWh) Windstrom produzieren. Der grösste Windpark befindet sich auf dem Mont Crosin im Berner Jura bei St. Imier: hier stehen acht Windturbinen mit einer Gesamt-leistung von 7'660 kW. Weitere Grossanlagen stehen in Collonges (VS), Entlebuch (LU) und auf dem Gütsch ob Andermatt (UR).
Die Sonnenenergie, welche in Form von Licht und Wärme auf die Erdober-fläche trifft, kann aktiv durch Sonnenkollektoren zur Wärmeerzeugung (Warmwasser und Heizungsunterstützung), durch konzentrierende Systeme für chemische Prozesse und Stromproduktion sowie durch Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung genutzt werden. Die Photovoltaik (PV) ist die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in Elektrizität und ist eine wichtige Technologie für die nachhaltige Energieversorgung der Zukunft. Das Potenzial von Solar-strom ist beträchtlich: bis zum Jahr 2050 könnten rund 20% des derzeitigen Strombedarfs durch Photovoltaik erzeugt werden.
Geothermische Energie oder "Erdwärme" nennt man die in Form von Wärme gespeicherte Energie unterhalb der Oberfläche der festen Erde, welche hauptsächlich aus dem Zerfall natürlich vorkommender radioaktiver Elemente stammt. Schon ab ca. 15m unter der Oberfläche ist die Bodentemperatur das ganze Jahr über konstant. In 5000 Metern Tiefe herrscht in der Schweiz eine Temperatur von rund 200°C. Diese Erdwärme lässt sich mit Hilfe verschiedener Methoden nutzen.
Berplan GmbH, Unterdorfstrasse 25, 4415 Lausen
| info@berplan.ch
| www.berplan.ch
Natel: 079 311 55 68
| Telefon: 061 921 97 90
| Fax 061 921 92 04